Erster Durchgang Coaching für Lehrkräfte in Uetze beendet

29.Jun.2014

Im Zeitraum vom 09.11.2012 bis zum 26.07.2014 trafen sich 16 Lehrkräfte unterschiedlicher Uetzer Schulen mehrfach - überwiegend am Wochenende - zu der 100 Stunden umfassenden Fortbildung „Coaching für Lehrkräfte“. Am letzten Fortbildungstermin wurden die Teilnahmebescheinigungen im Rahmen einer kleinen Feierstunde, an der auch Monika Harms (Regionalbeauftragte für Präventions- und Gesundheitsförderung der Niedersächsischen Landesschulbehörde) und Susanne Gremmler (PaC-Programmleitung im Landeskriminalamt Niedersachsen) teilnahmen, von den im Team arbeitenden Coaches, Uwe Brandes (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut vom Winnicott-Insitut Hannover), Elisabeth Knese-Rosenbusch (Lehrerin an einer Grundschule) und Axel Dettmer (Lehrer und Schulleiter einer Hauptschule) übergeben.

Die Rückmeldung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sehr positiv. Neben den Fortbildungsinhalten wurde besonders betont, dass das gegenseitige Kennenlernen zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den Schulformen geführt habe. Alle sprachen sich für eine Fortführung und einen 2. Durchgang für neue Kolleginnen und Kollegen aus.

Frau Reichmann, PaC-Managerin in Uetze, hat einen Bericht über die Fortbildung geschrieben, den sie hier lesen können.

 
Bericht von Sandra Reichmann - PaC-Managerin in Uetze:

Die Fortbildung "Coaching für Lehrkräfte" startete nach anfänglicher Zurückhaltung im November 2012 mit 16 teilnehmenden Lehrkräften und pädagogischen MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Schulformen. Das Coaching als einer von vielen Bausteinen, die das Programm "Prävention als Chance" ausmachen, zielt darauf ab · die Lehrkräfte in ihrer Handlungsfähigkeit zu bestärken, · deren professionelle Souveränität sowie · das Rollenverständnis der Lehrkräfte zu stärken · sowie neue Handlungsspielräume zu gewinnen.

Eine generelle Stärkung der Lehrkräfte hinsichtlich ihres Auftretens und ihrer Rolle kann langfristig eine positive Veränderung des Konfliktverhaltens der Schüler und Schülerinnen bewirken.

Im Coaching für Lehrkräfte spielen vordergründig Themen, wie Supervision, Reflexion und Perspektivwechsel eine Rolle. Neben theoretischen Modulen zur Entwicklung eines Kindes oder schulorganisatorischen Vorgaben, praktischen Einheiten zu Themen, wie Grenzerfahrung und Risiko  oder Aggression und Gegenaggression liegt ein Hauptaugenmerk auf der Methode der Aufstellung.
Damit lassen sich schwierige Situationen aus einem anderen Blickwinkel beleuchten. Bestehende oder potentielle Konflikte zwischen SchülerInnen, Eltern, Kollegen und den Lehrenden  werden aus der Perspektive eines Außenstehenden betrachtet und die betreffende Person wird unterstützt eine mögliche Lösung des Problems selbst zu definieren. Damit kann ein Beitrag geleistet werden, um die professionelle Rolle der Lehrenden, damit deren Gesundheit und  Wohlergehen und somit auch die Auswirkungen auf den Schulalltag, die Schüler, langfristig positiv zu stärken.

Zur Durchführung des Coachings standen Frau Elisabeth Knese-Rosenbusch (Lehrerin an einer Grundschule), Herr Axel Dettmer (Lehrer und Schulleiter einer Hauptschule) sowie Herr Uwe Brandes (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut vom Winnicott-Insitut Hannover) zur Verfügung.

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