PaC - Prävention als Chance - Gewaltprävention und zum sozialen Lernen

Frühe Extremismusprävention in der Grundschule

03.Sep.2019

Die Förderung psychosozialer Kompetenzen stellt einen wichtigen Schutzfaktor auch gegenüber religiöser und politischer Radikalisierung dar. Die GRUNDSCHULZEITSCHRIFT hat hierzu das Themenheft Frühe Extremismusprävention herausgegeben. Ein weiterer Beitrag zur Extremismusprävention in der Grundschule ist für den 24. Deutschen Präventionstag erschienen.

 

 

 Die im Friedrich Verlag erscheinende Zeitschrift befasst sich in der Juni-Ausgabe (Heft 315/2019) mit dem Thema Frühe Extremismusprävention in der Grundschule.

Sozial kompetente und resiliente Kinder meistern kleine und große Herausforderungen besser. Und: Kinder, die sich eingebunden und zugehörig fühlen, sind im Laufe ihres Lebens weniger anfällig für die Propaganda von extremistischer Seite und neigen weniger zu Gewalt. Lehrkräfte nehmen dabei eine wichtige Rolle ein: Sie ermöglichen Teilhabe und Partizipation, initiieren Lernprozesse, unterstützen Kinder bei der Bewältigung von Konflikten und geben Orientierung und Halt.

Das Themenheft informiert über Ursachen sowie Erscheinungsformen von Radikalisierung und Extremismus. Die Beiträge stellen damit verbundene Herausforderungen für Lehrkräfte vor, bieten aber zugleich Lösungsansätze und Praxisideen an. Dabei folgt das Heft dem Ansatz einer primären bzw. universellen Prävention, die alle Kinder in der Grundschule stark und resistent gegen menschenfeindliche Einstellungen sowie ausgrenzende Verhaltensweisen machen möchte.
(www.friedrich-verlag.de)

Aus dem Inhalt:

Die Beiträge von Fr. Groeger-Roth und N. Kueß sind als Manuskriptfassungen direkt abrufbar.

 

Der Aufsatz Extremismusprävention in der Grundschule - Prämissen, Implikationen & praktische Umsetzung von Michael Otten ist als Presentation on Demand im Rahmen des 24. DPT erschienen. Michael Otten lehrt Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Vechta.

Obwohl Einstiege in extremistische Szenen in der Regel erst im Jugendlichenalter erfolgen und sich politische Orientierungen nach der Grundschulzeit zu politischer Identität formen, kann bereits in Kita und Grundschule primäre Prävention sinnstiftend umgesetzt werden. Lehrkräfte haben eine wichtige Vorbildfunktion und können einen wesentlichen Beitrag zur Prävention von „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit", Gewalt und Extremismus leisten – sowohl im Unterricht als auch bei der Gestaltung des Schullebens.

Damit Prävention in der Grundschule erfolgreich umgesetzt werden kann, sollten Lehrkräfte bestimmte Gelingensfaktoren berücksichtigen. Einerseits gilt es einen verantwortungsvollen pädagogischen Rahmen einzuhalten. Andererseits müssen Lehrkräfte auch über die aktuellen Erscheinungsformen von Extremismus informiert sein, Ursachen von Radikalisierung kennen und sachkompetent mit geeigneten Formen der praktischen Umsetzung umgehen können.

Aus Studien wissen wir, dass vor allem solche Maßnahmen wirkungsvoll sind, die sozial-kognitive Grundfertigkeiten fördern. Besonders im Grundschulalter ist es wichtig, dass Kinder prosoziales Verhalten erlernen und ihre soziale Wahrnehmung und Handlungsplanung verbessern. Dazu gehört es, den Kindern positive Erfahrungen mit sozialer Diversität zu ermöglichen und reflektiert mit Vorurteilen umzugehen. Sinnvoll sind frühe und vielfältige Kontakte zu verschiedenen sozialen Gruppen bis hin zur Entwicklung von Freundschaften.
(www.praeventionstag.de)

Der Aufsatz ist hier abrufbar.

Übersicht der Aktuellmeldungen